Sie verwenden einen stark veralteten Browser (Microsoft Internet Explorer 6 oder älter), der diesen Webauftritt nicht darstellen kann. Wir empfehlen Ihnen, auch aus Sicherheitsgründen, die neueste Version des Microsoft Internet Explorers oder des Mozilla Firefox zu installieren.

www.arbeitszeugnis-forum.de
Telefon: 0761 / 48 98 02 40 E-Mail: kontakt@arbeitszeugnis-forum.de

Das Arbeitszeugnis im Wandel der Zeit

Von Gunnar Szymaniak



Die hier präsentierten Arbeitszeugnisse aus unserer Sammlung sind nicht nur faszinierende Dokumente der Zeitgeschichte, sondern zeu­gen auch von den Traditionen und Entwicklungen der Zeugnisschrei­bung: so gab es die heute üblichen Zufriedenheitsformeln bereits im frühen 19. Jahrhundert, auch wenn sie erst in den 1970er Jahren Noten zugeordnet wurden. Zudem zeigen die Dokumente, dass in der Vergangenheit häufiger Empfehlungen in Zeugnissen ausgespro­chen wurden, wie wir sie heute aus den englischen Letters of Refe­rence oder aus Empfehlungsschreiben kennen. Umfassende Infor­mationen zur 500-jährigen Geschichte des Arbeitszeugnisses, zur Entwicklung der Zeugnissprache und zu Codes der Zeugnissprache finden Sie auf unseren Themenseiten.





Commis, 1803

Daß Vorzeiger dieses Herr Johann David Bartenstein aus Königsberg Sich über seine Lehrzeit nemlich von Pr[i]mo Aug 1802 bis medio January 1803 als Commis in meiner Tuch= und Schnitthandlung sich aufgehalten und während dieser Zeit sich redlich, treü und rechtschaffen betragen, mithin seiner Dienste wegen vollkommen zufrieden gewesen bin. Dieses bekräftige mit meiner eigenhändigen Nahmens Unterschrift und bey gedruckten Bittschaft. Schweinfurth den 18 Jan: 1803.

Friedrich August Schepß.




Gerichtsdiener, 1823

Zeugniß

Daß Johann Joseph Weisenbach, Sohn des Johann Weisenbach sel. geweßten Gerichtsdiener in Imst, nach dem Ableben seines genanten Vaters dessen Dienst im Jahre 1818 u. 1819 als Gehilf fleißig und mit gänzlicher Zufriedenheit daiger Gemeide versehen, und in allem rechtschaffen sich verhalten habe, wird hiemit zu seiner allseitigen besten Empfehlung bestätiget.

Jerzens am 28. April 1823

Jakob Jerner Vorstand.



Commis, 1856


Zeugniss

Herr Eduard Wenzelides aus Iglau in Mähren gebürtig, hat in meiner gemischten Waaren Handlung von ersten Juli 1853 bis 22 Februar 1856 als Commis servirt, und sich während dieser Zeit zu meiner vollkomenen Zufriedenheit benommen, daß keinen Anstand nehmen kann, selben allen Handlungsfreunden auf das beste anzuempfehlen. — Urkund dessen meine eigenhändige Fertigung und die beydruckung meines sichernden Handlungssiegels. —

Choteborz 23 Februar 1856.

Anton Bauer



Unterlehrer, 1864

Dienstzeugniß

Unterlehrer Leopold Flesch hat seit dem 10. Mai d.J. bis heute in der I. Klasse der hiesigen Volksschule mit sehr großem Fleiß und Geschick und entsprechendem Erfolge den Unterricht ertheilt, die Schulzucht mit liebevollem Ernst gehandhabt, bei der Kirchenmusik mit Kenntniß und Liebe mitgewirkt und damit ein tadelloses Verhalten verbunden. Dieß bezeugt
Ettenheim, 18. September 1864.
Ortsschulinspection
(gez.) Hoch.




Braumeister, 1868

Zeugniss

Der Herr Georg Henz aus Betzenweiler war vom 16. Novbr. 1865. bis heute als Braumeister in meinen Diensten; derselbe hat sich während dieser Zeit nicht nur als solide, fleißig u. ordnungsliebend erwiesen, sondern er hat auch besthätigt, dass er einem derartigen Posten in jeder Hinsicht selbstständig vorstehen kann. Besonders hervorheben muß ich, daß der Betreffende seine Untergebenen in Zucht u. Ordnung zu halten wußte.
Ich gebe ihm daher gerne das Zeugniss m[einer] vollsten Zufriedenheit und wünsche ihm zu seinem ferneren Fortkommen alles Glück.

Engelberg, 1. Sept. 1868

Wilh. Link




Lehrling, 1893

Zeugniss

Leo Müller von Weißensberg geb. 27 Juni 1874. war bei dem Unterzeichnenten laut Lehrvertrag vom 7 Oktober 1890. bis heute statt wie der Lehrvertrag lautet bis 7 April dis Jahr, als Lehrling für Schreiner und Glaserarbeiten in der Lehr gestanden, derselbe hat sich theilweise vollständige Kentnüße erworben, und jedoch anderer theils wäre demselbe noch die rückständige Lehrzeit von großem Nutzen. Was fleiss treue u. folgsamkeit anbetrifft, hat derselbe ein gutes Zeugniss erworben.

Berg den 18. März 1893.

Michael Sigg
Schreiner u. Glasermeister




Schlossergeselle, 1905

Laupheim, den 25. Juni 1905

Zeugniss

Der Schlossergeselle Johannes Wohllaib aus Fellheim war vom 1 Mai 1902 bis 1 Mai 1905 bei mir in der Lehre u. von da bis heute als Geselle thätig u. hat sich während dieser Zeit durch Fleiß u. gutes sittliches Betragen meine volle Zufriedenheit erworben, so daß er jedem Meister bestens empfohlen werden kann.
Dies bezeugt

Josef Manz
Schlossermeister.




Gehilfe im Verlag, 1909

Berlin-Schöneberg, den 9. November 1909

Zeugnis

Herr Daniel Aich ist seit dem 1. Mai 1908 in unserm Hause als Gehilfe angestellt. Wir bescheinigen ihm gern, dass er sich als durchaus brauchbar, sorgfältig und zuverlässig erwiesen hat. Ganz besonders verdient seine zielbewusste und energische Arbeit bei den Abschlussarbeiten und dem Einbrin­gen der Aussenstände lobend erwähnt zu werden.
Sein Betragen, sein Fleiss, seine Treue und Ehrlichkeit sowie sein reger Eifer für seine Obliegenheiten machten ihn zu einem angenehmen Mitarbeiter für unser Haus.
Wir wünschen ihm bei seinem Abgange alles Gute für die Zukunft.
Sein Austritt erfolgt am 31. Dezember d. J.

ppa. Langenscheidtsche Verlags-Buchhandlung
(Prof. G. Langenscheidt)
Mohr Utermöhlen.



Bürogehilfe, 1914

Tempelburg, den 22. Januar 1914

Zeugniss

Otto Raatz, geboren am 10. März 1898 zu Virchow, Kreis Dramburg, ist in meinem Bureau, vom 14. März bis 1. Dezember 1913 mit Abschreiben, Buchungen, Einkassieren von Prämiengeldern u dgl beschäftigt gewesen. Derselbe hat sich während dieser Zeit tadellos geführt, war willig, folgsam, ehrlich et bemüht meine Zufriedenheit zu erwerben et ist auf seinen Wunsch am 1. December d. J. von mir entlassen. Ich wünsche ihm zu seinem ferneren Fortkommen Glück.

Dies bescheinigt:

E. Kuck Generalagent

Für die Richtigkeit der Unterschrift.
Tempelburg, den 22. Januar 1914
die Polizei-Verwaltung.
Bauer



Werkzeugschlosser, 1917

Saalfeld (Saale), den 15. Mai 1917

Zeugnis.

Der Vorarbeiter Herr Emil Krause geboren am 14.11.1884 zu München­bernsdorf war vom 2./10.06 bis Ende 1910 als Werkzeugschlosser in unse­rem Werkzeugbau und von Anfang 1911 an bis zu Ausbruch des Krieges als Fräserei-Vorarbeiter in unserem Betriebe beschäftigt. Wir sind mit seinen Leistungen, sowie Führung stets zufrieden gewesen.

Nähmaschinenfabrik Adolf Knoch
Akt.-Ges.




Vertragsangestellter (Leutnant a.D.), 1920

Vereinigte Abw.-Stelle
3. Inf.-Regts. 4. Chev. u. 4. Feld-Art.-Regts.

Zeugnis.

Herr Wörl ist seit Rückkehr des Rgts aus dem Feld beim Abwicklungswesen, zuerst als Offz. Stellv. und nach der Entmilitarisierung als Vertrags-Angestellter tätig gewesen.
In dieser Zeit hat er seine Dienstgeschäfte in jeder Sparte mit größtem Fleiß und der ihm als altgedienten Soldaten gewohnten Gewissenhaftigkeit und Pünktlichkeit ausgeführt. Seit August 20 hat er als Leiter der Unterabteilung PI durch sein persönliches Auftreten die Arbeiten dieser Abteilung aufs Beste gefördert. Für seine unermüdliche Tätigkeit freue ich mich, ihm meine vollste Anerkennung aussprechen zu können.
Seine Tätigkeit wurde auch höheren Ortes durch Verleihung des Charakters als Leutnant a.D. anerkannt.
Das Zeugnis wird auf Wunsch erstellt.

Augsburg, 3.9.20.
Der Leiter der Paß-Abteilung
Schreyer
Hauptmann a.D.



Chauffeur, 1925

Zeugnis-Abschrift.
Graf von Carmer'sches Wirtschaftsamt.
Zieserwitz (Post), den 16. April 1925

Der Maschinist Schmidt war vom 1. Januar 1923 bis heut als solcher hier beschäftigt. Zuerst war er Chauffeur beim Herrn Grafen bis später das Auto verkauft wurde. Nachdem übernahm Schmidt die Führung der Dreschma­schine und die Reparatur sämtl. hier vorhandenen landwirtschaftlichen Ma­schinen, die er zur grössten Zufriedenheit ausgeführt hat. Schmidt ist ein nüchterner, fleissiger und braver Mensch, dem ich zu seinem weiteren Fort­kommen das beste Glück wünschen. Nachdem ich seit dem 1. April pensio­niert bin, liess er sich von mir ein Zeugnis ausstellen.

gez. F. Siebenhaar
früherer Inspektor



Directrice, 1926

25. Januar 1926

Bescheinigung.

Fräulein Martha Kraack war vom 1. Januar 1926 bis zum 25. Januar 1926 als Directrice in meinem Putzatelier tätig. Sie hat sich durch ihre Leistungen meine vollste Zufriedenheit erworben. Ihr heutiger Austritt erfolgt auf eigenen Wunsch.

Regina Friedländer
— Modes —
Berlin W., Budapesterstr. 2-3





Gärtner, 1930

Schmiden, den 1. Febr. 1930.
Zeugniss

Dem Karl Müller, geb. am 7. Febr. 1912 in Freiburg im Breisgau (Baden) wird hiermit bescheinigt, daß derselbe vom 1. Mai 1929 bis 1. Febr. 1930 bei mir in Arbeit stand. Müller hat während dieser Zeit mit Fleiß und Interesse bei mir gearbeitet; und dadurch meine Zufriedenheit erworben, so daß ich ihn den Herrn Collegen bestens empfehlen kann. Die Stelle verläßt er auf eigenen Wunsch, um sich weiter auszubilden.
Wünsche ihm für seine fernere Laufbahn alles Gute.

Schmiden, den 1. Febr. 1930.

Albert Sixt. Gartenbau.




Selbständiger Buchhalter, 1932

Prag, den 30. September 1932.
ZEUGNIS

Wir bestätigen hiermit, dass Herr Erich Frohne bei uns vom 15. Dezember 1931 bis 30. September 1932 als selbständiger Buchhalter in unserer Durchschreibe-Buchhaltung nach dem System Hinz beschäftigt war. Herrn Frohne oblag die Führung der Bücher, einschliesslich der Bilanzierung, weiters Ausfertigung der Steuereinbekenntnisse und selbständige Erledigung der Buchhaltungskorrespondenz. Den Verkehr mit der Kundschaft hatte er deutsch, oder tschechisch abzuwickeln. Herrn Frohne können wir das Zeugnis ausstellen, dass er sich in seinen Arbeiten als tüchtiger, verlässlicher Mitarbeiter erwiesen hat und erfolgt sein Abgang nur deshalb, da wir zufolge der erneuten Devisenschwierigkeiten und des dadurch nahezu unmöglich gewordenen Importes ausländischer Wagen, sämtliches Personal entlassen mussten.

Hochachtungsvoll:
Knoll & Co.



Werk- und Maschinenmeister, 1937

Zeugnis.

Herr Schlossermeister [NAME], jetzt wohnhaft [ORT] war in der Zeit vom 7.10.24.- 23.12.31, vom 7.1.-13.9.32., vom 23.9.-18.3.33 und vom 3.4.-18.7.1934 im hiesigen Werk als Werkmeister unserer Schlosserei und als Maschinenmeister tätig. Als solchem lag ihm die Beaufsichtigung, Unter­haltung und Instandsetzung unserer Kraftzentrale von 280 PS (2 Dampf­kessel, 2 stationäre Dampfmaschinen und Generatoren mit Accumulato­renbatterien) sowie unseres umfangreichen Maschinenparks an Holzbear­beitungsmaschinen aller Art ob.
Auch hat Herr [NAME] während seiner Tätigkeit selbständig Gatter ab- und aufmontiert u. auch andere Holzbearbeitung betriebsfertig aufgestellt. Aus­serdem hatte Herr [NAME] die Pflege und Wartung u. Instandsetzung unse­res Personen-Kraftwagens zu beaufsichtigen und hatte Herr [NAME] auch wiederholt grössere Reparaturen daran wie Neulagerung der Motore usw. ausgeführt. Ferner hat Herr [NAME] verschiedene kleine Spezial-Holzbear­beitungsmaschinen nach gegebener Anweisung angefertigt und oblag ihm ausserdem die Aufsicht über die Ausbildung der Lehrlinge und Herstellung von Baubeschlägen aller Art. Dazu unterstanden ihm bis zu ca. 25 Gefolgs­leute in der Regel 10 Mann.
Während seiner Tätigkeit hat sich Herr [NAME] fleissig, ehrlich zuverlässig und strebsam erwiesen und hat auch die ihm aufgetragenen Arbeiten stets zu unserer vollsten Zufriedenheit erledigt.
Von 1932-1934 konnte Herr [NAME] wegen starker Betriebseinschränkung bzw. vorübergehender Stilllegung des Werkes nicht beschäftigt werden. Im Sommer 1934 hat Herr [NAME], der inzwischen seinen Wohnsitz von Kreuz nach Templin verlegte, seine Stellung bei uns aufgegeben, weil er sich nicht auf die Dauer von seiner Frau trennen wollte.
Wir wünschen Herrn [NAME] für die Zukunft alles Gute.

Dragemühl, den 8.2.1937



Putz-Directrice, 1938

DÜSSELDORF, den 31. Dezember 1938

Zeugnis.

Frau [NAME] war vom 1.10.1927 bis zum heutigen Tage und zwar bis zum 31.10.1935 bei unserer Vorgängerin, der Firma M.Klein, und ab 1.11.1935 bei uns als Putz-Directrice angestellt.
Wir bescheinigen hierdurch, dass Frau [NAME] eine durchaus seriöse und tüchtige Putz-Directrice ist, die es versteht, eine grosse Putzwerkstätte zu leiten. Sie besitzt einen guten, sicheren Geschmack und ist im Umgang mit der Kundschaft in jeder Beziehung bewandert. Die ihr unterstellten Gefolg­schaftsmitglieder hat sie gerecht behandelt; sie war stets ehrlich und fleissig.
Frau [NAME] verlässt unser Haus heute auf eigenes Verlangen. Unsere besten Wünsche für die Zukunft begleiten sie.



Lagerverwalter / Versandleiter, 1945

LDF./ La. 28. Juni 1945
Zeugnis

Herr [NAME], geb. am [DATUM] in Stettin, war in der Zeit vom 1. Oktober 1943 bis 19. August 1944 bei unserer Aussenstelle Frankreich als Lagerver­walter in Paris beschäftigt. Herrn [NAME] wurde die kaufmännische und tech­nische Leitung eines grossen französischen Mineralöl-Tanklagers über­tra­gen. Er hatte während seiner Tätigkeit rd. 200 französische Arbeiter und Angestellte zu betreuen.
Die Verwaltung des Tanklagers erforderte grosse Sachkenntnis und Um­sicht. Herr [NAME] hat mit Fleiss und Interesse seinen Posten zu unserer vollsten Zufriedenheit ausgefüllt. Wir können ihm bestätigen, dass er in der Lage ist, selbständig und gewissenhaft zu arbeiten. Sein Ausscheiden aus der Aussenstelle Frankreich erfolgte aufgrund der militärischen Lage am 19. August 1944.
Nach Rückkehr des Herrn [NAME] nach Deutschland wurde er auf unserem Mineralöl-Tanklager in Raudnitz/Elbe als Versandleiter beschäftigt. Er hat auch hier seine Pflicht voll und ganz erfüllt.
Durch die veränderten Verhältnisse, die eine Auflösung unserer Gesellschaft bedingen, müssen wir Herrn [NAME] zum 30. Juni 1945 kündigen. Wir wün­schen ihm für sein ferneres Leben alles Gute und empfehlen ihn jeder Firma als brauchbaren Mitarbeiter.

Wirtschaftliche Forschungsgesellschaft m.b.H.



Bauleiter / Gruppenbauleiter /Abteilungsleiter Hochbau, 1945

Zeugnis

Herr [NAME], geboren am [DATUM] in Westfeld, Kreis Meschede/Westf., wurde am 8.7.1935 von uns als Bauführer für ein unterirdisches Grossbau­vorhaben bei Nienburg/Weser, eingestellt und mit der Überwachung der Bauausführung und deren Abrechung beauftragt. Am 1.1.1936 übernahm Herr [NAME] als Bauleiter die Planung, Erschliessung und Erstellung einer umfangreichen Werksiedlung sowie die Errichtung eines grösseren neuzeit­lichen Verwaltungs- und Laborgebäudes.
Aufgrund der vielseitigen fachlichen und theoretischen Kenntnisse und ge­stützt auf seine durchgeführten Dispositionen wurde Herrn [NAME] am 1.10.37 in unserer Zentrale Berlin der Posten des Gruppenbauleiters über­tragen. In dieser Eigenschaft übernahm Herr [NAME] die Überwachung von umfangreichen Planungsarbeiten für grössere Neusiedlungen, die sich über das gesamte Reichsgebiet erstreckten, sowie die Leitung über die Ausarbei­tung von baureifen Ausführungszeichnungen, Ausschreibungsunterlagen und deren Überprüfung in Bezug auf Preisgestaltung und Auftargserteilung; aus­serdem oblag Herrn [NAME] die Überwachung der Bausausführung und Ab­rechnung.
Ab September 1943 übernahm Herr [NAME] als Abteilungsleiter die Hoch­bauabteilung unserer Aussenstelle Niedersachswerfen und war dort an den Durchführungen von umfangreichen unter- und oberirdischen Grossbauvor­haben massgeblich beteiligt.
Herr [NAME] hat uns durch seine umfassenden Kenntnisse und reichen Er­fahrungen ausgezeichnete Dienste geleistet. Durch sein sicheres, ruhiges und taktvolles Auftreten hat er es verstanden sich jeder Zeit und überall die erforderliche Autorität zu sichern. Alle ihm übertragenen, z.T. recht schwie­rigen Verhandlungen hat er mit grossem Geschick erfolgreich zum Ab­schluss gebracht.
Durch die Stillegung unserer gesamten Bauvorhaben, bedingt durch den Umbruch im April 1945 musste unsere Bauabteilung aufgelöst werden und demzufolge unsere Angestellten aus unseren Diensten ausscheiden.

Berlin den 30. April 1945
[Stempel: "Wifo Berlin - 6. MRZ. 1948"]



Maschinenschreiberin, 1951

Brühl, den 30. November 1951

ZEUGNIS.

Frau [NAME], geb. am [DATUM] 1928, wohnhaft in Brühl/Köln, war in der Zeit von Juni 1949 bis 30. November 1951 beim le Ordonnance Field Parc als Maschinenschreiberin im techn. Büro tätig.
Während dieser Zeit hat Frau [NAME] die ihr übertragenen Arbeiten stets gewissenhaft und zur vollsten Zufriedenheit ihrer Vorgesetzten ausgeführt. Sie war arbeitsam, ehrlich, pünktlich und kameradschaftlich und erwarb sich dadurch die Sympathien ihrer Vorgesetzten und Mitarbeiter.
Wegen Verlegung der Einheit scheidet Frau [NAME] aus unseren Diensten
Wir wünschen ihr für ihren weiteren Lebensweg alles Gute.

Lieutenant D O R Ch. Chef de la Son Comptabilité



Bäckergehilfe, 1957

Freising, den 1. Fabruar 1957

Zeugnis

Der Inhaber dieses Zeugnisses, Herr [NAME], geb. am [DATUM] 1936 war vom 1. April 1955 bis 31.1.1957 in meinem Betrieb als Gehilfe tätig.
Während dieser Zeit war er bemüht, die ihm anvertrauten Arbeiten nach besten Kräften zu erfüllen. Besonders hervorheben möchte ich seine Treue und Ehrlichkeit.
Er verläßt die Stellung nach gegenseitiger Vereinbarung.
Ich wünsche Herrn [NAME] für die Zukunft alles Gute.

Lg. Zischke Bäckermeister



Anmerkung: Unter Berücksichtigung des Persönlichkeitsschutzes sind die Namen der Arbeitnehmer in allen nach 1932 ausgestellten Dokumenten unkenntlich gemacht.

Mehr über uns:
Kooperationspartner: